Zürcher Längsschnitt- und Familien-Studie zur Entwicklungspsychopathologie und genetischen Biomarker-Prädiktion psychischer Störungen

Die meisten psychischen Störungen zeigen sich im Entwicklungszeitraum zwischen Adoleszenz und dem Ende der dritten Lebensdekade. Um Aussagen machen zu können, warum eine Person eine psychische Störung entwickelt oder was vor psychischen Problemen schützt, sind repräsentative Studien über eine längere Zeitspanne nötig.


1994 wurde eine grosse und repräsentative Stichprobe Jugendlicher im Kanton Zürich zu verschiedenen Aspekten ihres Lebens und seelischen Befindens befragt. Ferner wurde auch eine zweite Stichprobe von Ratsuchenden des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes (KJPD) zum Vergleich befragt. Schwerpunkte der Untersuchung waren neben dem psychischen Befinden Aspekte des sozialen Umfeldes, positive und negative Lebensereignisse, Gesundheitsverhalten, Selbstwert und Bewältigungsfertigkeiten.

 

Nach 20 Jahren soll jetzteine Nachuntersuchung auch die Lebenssituation im jungen Erwachsenenalter einbeziehen und Veränderungen im seelischen Wohlbefinden über eine längere Zeit hinweg erfassen. Um auch Veränderungen oder Gemeinsamkeiten über Generationen hinweg zu untersuchen, werden zusätzlich die Kinder der ehemaligen Teilnehmenden in die Untersuchung einbezogen. Bei den jüngeren Kindern erfolgt die Befragung über Angaben der Eltern, ab dem Alter von 11 Jahren werden die Kinder direkt befragt. Um eine möglichst hohe Teilnahmerate zu ermöglichen, wird die Studie mit Fragebögen vorwiegend online durchgeführt.


Ziele dieses Teilprojektes sind folgende:

 

  1. Erfassung des seelischen Wohlbefindens einschliesslich möglicher psychischer Probleme und Störungen
  2. Erfassung der Schutz- oder Risikofaktoren für die seelische Entwicklung
  3. Generationenvergleich durch parallele Untersuchung der Kinder hinsichtlich seelischem Wohlbefinden.