Stress und psychische Gesundheit im Kanton Zürich

Im Detail sieht unsere Studie folgendermassen aus.

Ihre Fragestellungen bauen auf dem Kontinuumskonzept auf. Sie lauten:

 

  • Sind dieselben Mechanismen bei Symptomen, leichten und schweren Beschwerden am Werk?
  • Welchen Einfluss haben negative Lebensumstände in der Kindheit oder Jugend?
  • Wie werden je nach Lage auf dem Kontinuum Hilfeleistungen in Anspruch genommen?
  • Wie wirken sich Stress und Belastungen je nach Lage auf dem Kontinuum aus?
  • Weshalb reagieren manche Menschen auf Belastungen empfindlicher als andere?

     

Die Studienanlage lehnt sich an die bekannte Zürich-Studie von Prof. Jules Angst an. Sie sieht drei Schritte vor.

 

Zuerst werden per Zufallsziehung ca. 10'000 Männer und Frauen aus der Gesamtbevölkerung des Kantons Zürich ausgelost und telefonisch befragt. Das Telefoninterview beinhaltet einfache Fragen zum seelischen und körperlichen Befinden, zu Belastungen und zu Stress.

 

Aus dieser grossen Stichprobe wird im zweiten Schritt eine kleinere, geschichtete Stichprobe von ca. 2000 Personen gebildet, welche im Anschluss an das Telefongespräch zu einem persönlichen Interview eingeladen werden.

 

Im dritten Teil der Studie möchten wir mit einer kleinen Gruppe von interessierten Teilnehmern und Teilnehmerinnen den Einfluss von Stress genauer untersuchen. Diese Gruppe von ca. 400 Teilnehmern wird zu Tests im Soziophysiologischen Labor eingeladen. In diesen Tests geht es im Wesentlichen um den Einfluss von Stress auf die Entwicklung von psychischen Beschwerden. Zudem werden eine Reihe von biologischen Messwerten erhoben, die mit den psychischen und körperlichen Auswirkungen von Stress in Zusammenhang stehen. Im Anschluss daran wird während 12 Monaten der Verlauf von Stress durch kurze Telefonbefragungen nachgezeichnet.

 

Das Mitmachen ist sowohl bei der ersten Telefonbefragung als auch bei den zwei nachfolgenden Studienteilen selbstverständlich freiwillig.